Atemarbeit

Atmen ist Leben. Je mehr Atem, desto mehr Lebendigkeit. Beim Einatmen nehmen wir Lebensenergie auf, beim Ausatmen können wir „Dampf ablassen“. Ein tiefer Atemzug führt oft schon zu Entspannung, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit. Wie viele östliche Traditionen (Yoga, Tai Chi, Karate u.a.) lehren, führt bewusster Atem uns in unsere Mitte und Kraft.

Durch verstärktes Atmen können auch Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Der Arzt und Psychotherapeut
Stanislav Grof entwickelte die Methode des Holotropen Atmens. Hierbei wird über einen längeren Zeitraum
(ca. 60-90 min.) schneller und tiefer geatmet als gewöhnlich. So wird der Körper mit sehr viel Energie versorgt,
und es können tiefsitzende körperliche Spannungen an die Oberfläche kommen und letztlich ausgeatmet werden. Ebenso können auch frühere  Erlebnisse aus dem Unbewussten (z.B. aus der Kindheit oder der Zeit vor, während
oder nach der Geburt) in Erinnerung kommen und mitgeteilt werden. Erleichterung und ein Gefühl von Befreiung können sich einstellen.

Lebendigkeit, echte Lebensfreude und spontaner Selbstausdruck kommen zum Vorschein, und nicht wenige empfangen auch Inspiration während des Atmens.

Vor allem für Menschen, die gewohnt sind, ihr Leben rational zu betrachten, kann diese Form des Atmens eine wesentliche Erfahrung bedeuten.